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Migrationsprüfung
Lebensmittel werden zum Schutz vor Veränderungen oder äußeren Einflüssen durch Verpackungen geschützt. Durch den direkten Kontakt des Lebensmittels mit dem Verpackungsmaterial können sie sich gegenseitig beeinflussen. So können Stoffe vom Lebensmittel in die Verpackung aber auch aus der Verpackung auf das Lebensmittel übergehen. Bereits während der Herstellung der Verpackung ist daher die Frage der Migration von Bedeutung. Verwendete Bestandteile wie Photoinitiatoren, Klebstoffe, Folien oder Barriereschichten können unerwünschte Stoffe auf der Verpackung und somit im Lebensmittel hinterlassen.

Gesetzliche Anforderungen
In der EU-Rahmenverordnung 1935/2004 werden einheitliche Grundsätze definiert, damit Verpackungsmittel ausreichend inert für den Kontakt mit Lebensmitteln sind. So wird u.a. die Rückverfolgbarkeit auf allen Stufen des Herstellungsprozesses gefordert und ein Nachweis über die Einhaltung der Vorschriften - die Konformitätserklärung. Da verschiedene Prozesse wie der Aufbau der Verpackung, Verpackungskomponenten und das Lebensmittel darin die Migration beeinflussen, fordert der Gesetzgeber die lebensmittelrechtliche Unbedenklichkeit im Endprodukt. Für Materialien aus Kunststoff sind in der Verordnung 10/2011 (PIM) besondere Anforderungen für die Migration von Bestandteilen beschrieben.

Migration
Zum Schutz der Verbraucher muss ausgeschlossen werden, dass Bestandteile, welche die Gesundheit oder die Qualität des Lebensmittels beeinträchtigen, aus Verpackungen in Lebensmittel migrieren. In der Verordnung 10/2011 (PIM) sind daher Beschränkungen für Materialien und Gegenstände aus Kunststoff festgelegt. Die Prüfung erfolgt - soweit sich das Lebensmittel noch nicht der Verpackung befindet - unter ungünstigsten "worst case" Kontaktbedingungen mit Lebensmittelsimulantien, die die Eigenschaften des zu verpackenden Lebensmittels beschreiben.

Lebensmittelkategorien und Simulanzlösemittel
Lebensmitteleigenschaften Simulanzlebensmittel
Hydrophil (A) Ethanol 10 % Vol.
Hydrophil; pH = 4,5) (B) Essigsäure 3% Gew.
Hydrophil; Alkoholgehalt bis zu
20%; lipophil
(C) Ethanol 20 % Vol.
Lipophil; Alkoholgehalt > 20%;
O/W-Emulsion
(D1) Ethanol 50 % Vol.
Lipophil; freie Fette (D2) Pflanzliches öl mit
bestimmter Fettsäureverteilung
Trockene Lebensmittel (E) Poly-2,6-diphenyl-p-phenylenoxid

Die Summe aller abgegebenen Bestandteile - Globalmigration - darf den Grenzwert von 10 mg je dm2 Fläche des Verpackungsmittels nicht überschreiten. Hinzu kommen spezifische Migrationslimits (SML) für bestimmte Stoffe, die die Höchstmenge im Lebensmittel festlegen.

Wir bieten Ihnen neben nachweisstarken Analysenmethoden für über 5000 Einzelstoffe auch die Beurteilung Ihrer Verpackung an. Wir unterstützen Sie bei der Dokumentenprüfung im Sinne des IFS-Verpackungsleitfadens und prüfen, ob gesetzliche Anforderungen und darüber hinausgehende Vorgaben erfüllt werden.


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