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Phthalate in Konsumgütern
Phthalate sind in großen Mengen produzierte Industriechemikalien. Jährlich werden ca. 4 Millionen Tonnen produziert, wovon 90 Prozent als Weichmacher für Kunststoffe eingesetzt werden. Weichmacher machen Kunststoffe weich, flexibel und langlebig. So enthält beispielsweise PVC bis zu 40 Prozent Phthalate. Daneben werden sie als Stabilisatoren und Trägersubstanz verwendet.

Heute sind Phthalate in einer Vielzahl von Bedarfsgegenständen und Konsumgütern enthalten wie

  • · Spielwaren
  • · Textilien
  • · Verpackungen
  • · Kosmetik
  • · Schmierstoffe
  • · Nonwoven
  • · Farbpigmente
  • · Medizinprodukte

Die als Additiv zugesetzten Phthalate können aus dem Produkt migrieren oder herausgelöst werden und gelangen so in die Umwelt. Zahlreiche Studien haben den Einfluss von Phthalaten auf die menschliche Gesundheit, z.B. Krebs, untersucht. Einigen Phthalaten werden zudem hormonähnliche Eigenschaften zugeschrieben. Einige Phthalate sind daher als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC - substances of very high concern) in die Liste der Europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) aufgeführt.

Gesetzliche Regelungen
Bereits mit der EU Entscheidung 1999/815 wurden bestimmte Phthalate in Baby- und Spielzeugartikeln verboten. Mit der EU-Richtlinie 2005/84 wurden für Phthalate in Spielzeug und Babyartikeln Grenzwerte festgelegt und weitere Studien zur Bewertung dieser Stoffe gefordert. Dies ist national in der Bedarfsgegenständeverordnung umgesetzt. In Europa ist der Einsatz von Phthalaten in Konsumgütern wie beispielsweise Spielzeug zudem in der REACH-Verordnung geregelt. Für Kosmetik ist die Richtlinie 76/768/EWG in der Kosmetikverordnung umgesetzt. Ab 2013 gelten die harmonisierten Bestimmungen der EU-Verordnung 1223/2009 für kosmetische Mittel.

Auch die japanische Regierung hat 2003 Verbote für DINP und DEHP in Spielzeug und Babyartikeln verboten. In den USA hat die kalifornische Umweltschutzorganisation (Cal/EPA) 2003 DEHP als karzinogen und reproduktionstoxisch beschrieben und einen NRSL (No Significant Risk Level) von 300 µg/Tag festgelegt.
Risikomanagement
Verbraucherschutzorganisationen haben Phthalate immer wieder im Fokus. Sie untersuchen Konsumgüter und Bedarfsgegenstände und fördern so das Bewusstsein der Verbraucher für das Thema Phthalate. Die Kaufentscheidung der Verbraucher wird durch die Produktqualität beeinflusst. Phthalate werten die Qualität Ihrer Produkte ab. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung als internationales Referenzlabor für die Prüfung auf Phthalate. Mit unseren zertifizierten Untersuchungen bekommen Sie die Bestätigung für Ihre Produkte.