Unternehmen Lebensmittel Konsumgüter BioPharma Umwelt Forschung Meet & Learn
Lebensmittel
Home > Lebensmittel > Parameter > Kontaminanten > Arsenspeziation
  1. Kontaminanten
    1. Anorganisches Arsen
    2. Arsenspeziation
    3. Dioxine
    4. Elemente/Schwermetalle
    5. Glycoalkaloide
    6. Mineralöl
    7. Mykotoxine
    8. Nikotin
    9. Organozinnverbindungen
    10. PAK
    11. PCB
    12. Pyrrolizidinalkaloide
    13. Tropanalkaloide
    14. Weichmacher/Phthalate
    15. sonstige Kontaminanten

Arsenspeziation
Arsen-Quellen
Arsen gelangt sowohl durch natürliche Quellen als auch durch anthropogene Prozesse in die Umwelt und ist aufgrund seiner Mobilität im Boden, im Sediment, im Grundwasser und im Meerwasser zu finden. Das aufgenommene Arsen wird im Organismus angereichert und umgewandelt und findet sich so in vielen Lebensmitteln wie Fisch, Meeresfrüchten, Algen, Pilzen, Wein und Reis. Durch fischmehlhaltige Futtermittel ist Arsen auch in Hühnerfleisch nachweisbar.
Giftigkeit
Arsen kommt in verschiedenen chemischen Formen vor und nicht alle dieser Verbindungen sind gleichermaßen toxisch. Anorganische Arsenverbindungen wie Arsenite (AsO3)3- und Arsenate (AsO4)3- gehören zu den hochtoxischen und karzinogenen Verbindungen und sind hauptsächlich im Boden, Wasser, Sediment und auch in pflanzlichen Lebensmitteln wie z.B. Reis zu finden. In lebenden Organismen wird anorganisches Arsen methyliert. Dieser Prozess kann als Entgiftungsmechanismus angesehen werden. So gilt beispielsweise Arsenobetain, die vorherrschende Arsenverbindung in Fisch, als nicht giftig.
Lebensmittelrechtliche Grenzwerte
In der EU sind keine Höchstmengen für Arsen in Lebensmitteln festgelegt. Die deutsche Trinkwasserverordnung enthält Grenzwerte für Arsen in Trinkwasser von 0,01 mg/L und in Mineralwasser von 0,5 mg/L. Aufgrund der vielfältigen Arsenquellen mit unterschiedlicher Toxizität in unseren Lebensmitteln, ist es wichtig die Arsenspezies zu differenzieren, um den Einfluss auf die menschliche Gesundheit abzuschätzen. Der PWTI (provisional tolerable weekly intake) der Weltgesundheitsorganisation mit 15 µg/kg Körpergewicht und Woche bezieht sich auf das giftige anorganische Arsen, wobei die kanzerogenen Effekte hier noch nicht berücksichtigt sind.
Analytik
GALAB hat eine robuste Methode für die Bestimmung der verschiedenen Arsenspezies entwickelt und bietet Ihnen die routinemäßige Untersuchung verschiedenster Lebensmittel an. Bis zu 17 verschiedene Arsenspezies können hiermit in einer Messung nachgewiesen werden. Für jede Probenart werden angepasste Extraktionsmethoden angewendet. Die Messung erfolgt mittels IC-ICP-MS, welche die leistungsstarke Trennung der Ionenchromatographie und die empfindliche massenspektrometrische Detektion kombiniert. Als Mitglied des European Virtual Institute for Speciation Analysis (EVISA) arbeiten wir mit zur EVISA Website anderen erfahrenen Experten in der Speziations-analytik zusammen und bieten Ihnen somit stets kompetente Analytik.