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Benzotriazol - Frostschutz für die Nordsee
19.12.2011 | In vielen Enteisungsmitteln wird seit einigen Jahren Benzotriazol eingesetzt. Als Metallschutz werden Benzo-triazole zum Beispiel in Frostschutzmitteln eingesetzt, um Korrosion zu verhindern. Aber auch in Geschirrspülmitteln, Brems­flüssigkeiten und Kühlsystemen ist die Chemikalie enthalten.

In einem Projekt vom Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums in Geesthacht (HZG) wurde Benzotriazol nun auch in den Küstenregionen der Nordsee mit 1,7 bis 40 ng/l nachgewiesen. Die gemessene Konzentration ist geringer als in Flüssen und Seen, da die Chemikalie durch die großen Wassermengen in der Nordsee stark verdünnt wird.

Die Substanz ist gut wasserlöslich und nur schwer abbaubar. Da sie sich nur schwer binden lässt, wird die Chemikalie in Kläranlagen kaum eliminiert und reichert sich so in Gewässern an. Nach Aussagen des HZG sind weist Benzotriazol eine vergleichsweise hohe Konzentration in der Gruppe der polaren organischen Schadstoffe auf. Die Auswirkungen auf die Umwelt lassen sich derzeit nur schwer einschätzen. Für Wasserorganismen ist Benzotriazol als giftig eingestuft.

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