Unternehmen Lebensmittel Konsumgüter BioPharma Umwelt Forschung Meet & Learn
Unternehmen
Home > Unternehmen > Wissenswertes > Neubau
  1. Wir über uns
  2. Unternehmensleitbild
  3. Leistungen
  4. GALAB Gruppe
  5. Neubau
Integriertes Energiekonzept für
ein Laborgebäude mittels Eisspeicher
In Hamburg-Bergedorf entsteht in diesem Jahr Europas größter kommerziell betriebener Eisspeicher für Wärme- und Kältenutzung. Er ist Hauptbestandteil eines integrierten Energiekonzeptes für einen Laborneubau. Der Eisspeicher hat ein Fassungsvermögen von 1.000.000 Liter Wasser und reduziert den Wärme- und Kältebedarf des Gebäudes um 59% gegenüber einer konventionellen Heizungs- und KlimaTechnik.
Die Analysenmaschinen in einem Labor erzeugen eine hohe Last an Abwärme. Gleichzeitig muss die Laborluft kontinuierlich ausgetauscht klimatisiert werden. Herkömmliche Klima­konzepte mit Wärmerückgewinnung nutzen zwar die Energie teilweise zum Heizen im Winter, aber im Sommer muss mit elektrischer Energie gekühlt werden. Da sowohl Heiz- als auch Kältebedarf das ganze Jahr über besteht, waren etablierte regenerative Energiekonzepte wie Solar- oder Geothermie nicht geeignet. In Zusammenarbeit mit einem Energieberater wurde ein neuartiges Eispeicherkonzept mit Kernaktivierung des Gebäudes konzipiert und umgesetzt.
Der Eisspeicher dient als Energiespeicher für Wärme und Kälte. Im Winter wird die Energie dem Wasser über eine Wärmepumpe zum Heizen der klimatisierten Laborluft entzogen und der Eisspeicher friert langsam zu. Im Sommer wird die Laborluft das Gebäude über ein Rohrsystem im Fußboden mit der gespeicherten Kälte gekühlt und der Eisspeicher taut langsam wieder auf. Dabei kann der Eisspeicher zeitgleich sowohl Wärme und Kälte auf- bzw. abgeben. Der Eisspeicher enthält dafür ein Rohleitungssystem für Wärm- als auch für die Kältezuführung. Gesteuert wird das System über eine Zentrale MessSteuerRegeltechnik.
Der Eisspeicher liegt außerhalt des Gebäudes unterhalb des Parkplatzes und wird mit Trinkwasser gefüllt. Es stellt somit eine besonders umweltfreundliche Technik dar und kann sogar in Trinkwasserschutzgebieten betrieben werden.
Beim Neubauvorhaben der GALAB Laboratories GmbH in Bergedorf wurde mittels dynamischer Systemsimulation Heiz- und Kühllast sowie ihr jahreszeitlicher Verlauf bestimmt. Die Spitzenlast für die Kühlung liegt bei 100 kW, die Heizlast bei rund 180 kW. Aufgrund der resultierenden Heiz- und Kühlarbeit wurde das folgende Konzept erarbeitet: Eine Elektrowärmepumpe stellt die Heizarbeit zur Verfügung. Mit ihrer Entzugsenergie kühlt sie einerseits das Gebäude und andererseits einen Eisspeicher. Dies geschieht auch im Winter, da das Gebäude über das gesamte Jahr in einigen Räumen einen Kühlbedarf hat. Spitzen in der Heizlast deckt ein Gas-Brennwertkessel. Steigt im Sommer die Kühllast, und sinkt gleichzeitig die Heizlast, wird der Eisspeicher regeneriert und kühlt das Gebäude. Die Funktion dieses Konzepts wird durch die niedrige Systemtemperatur gewährleistet. Durch die Flächenaktivierung und die Frischwarmwasserbereitung genügt eine Vorlauftemperatur für Heizung und TWW von 45° C. Bei der Frischwarmwasser­bereitung wird Trinkwasser in einem Wärmetauscher am Verbrauchsort vom Heizungs­wasser erwärmt. Dadurch spart man Trinkwasserspeicher und eine hohe Temperatur um Legionellen abzutöten. Es wird lediglich die Heizungsvorlaufleitung warm gehalten.

Schematische Darstellung der Betriebsfälle finden Sie hier.
Auslegungstemperaturen sind diesem Schema zu entnehmen.


Nachrichten

Unternehmen
03.07.2015 | Am 30. Juni wurde GALAB als Umwelt­Partner der Stadt Hamburg von Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie, ausgezeichnet. mehr



GreenTec-Award
16.04.2013 | GALAB hat sich mit seinem Eisspeicherkonzept für sein neues Laborgebäude beim GreenTec-Award in der Kategorie Bauen&Wohnen beworben. mehr